Streif- und Irrlichter – kommentiertes Zeitgeschehen von Anhalli


Parkwohnen – Erfahrungen während einer Reise
September 29, 2008, 8:43
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Parken im Parkhaus ist ein kostspieliges Vergnügen. Der Gegenwert für die teuren Gebühren lässt sich (noch) nicht erkennen. Was also erhält man für sein teures Ticket?

  • Schutz vor Regen und Wind. (++)
  • Sicherheit (jein, man sollte auch im Parkhaus keine wertvollen Gegenstände im Auto oder gar das Auto offen lassen.)
  • WC, ebenfalls kostenpflichtig
  • Den Geruch von Sprit und Abgasen
  • Einen kostenlosen Fahrstuhl

Was erhält man nicht

  • Sauberkeit (mir ist nicht bekannt, dass ein Parkhaus geputzt wird) (-)
  • Dusche
  • Bett
  • Fernseher

In der österreichischen Hauptstadt Wien wird für das Parken im Parkhaus ein Obolus von 18 (in Worten achtzehn) Euro pro Tag erhoben. Für die Summe kann ich mir eine Wohnung mieten, möchte der negativ eingestellte Mensch sofort einwenden.

Oftmals kommen noch die Gebühren für eine Übernachtung im Hotel hinzu, und die schlagen richtig zu Buche.

Zeit also, ein Modell zu entwerfen, welches das Wohnproblem des 21. Jahrtausends gleichzeitig in den Griff bekommt. Warum nicht ins Parkhaus ziehen und die Gebühren sinnvoll anlegen. Die Unterschiede zu einer Mietwohnung sind fast irrelevant und bloß Kleinigkeiten, an denen man arbeiten kann.

Es entsteht eine Parkhauskultur mit klar erkennbaren Vorteilen:

  • Unabhängigkeit
  • Hab und Gut kann man selbst bewachen
  • Unnötiger Ballast wie Möbel etc. sammelt sich gar nicht erst an
  • Das Auto ist Wohnzimmer und Schlafzimmer zugleich
  • Parktourismus wird gefördert, die Parkhäuser aller Städte können ohne Komplikationen, Voranmeldungen, Reservierungen, sogar fast gänzlich ohne Planung aufgesucht werden
  • Mit viel Glück erhält man eine Parkbox auf dem Oberdeck und kann den einzigartigen Blick auf die Stadt seiner Wahl genießen
  • Das Leben wird zur einzigartigen, täglichen Herausforderung

Nur für den Winter ist das Modell noch nicht 100%tig ausgereift. Im zugigen Parkhaus gibt es keine Heizung. Einige verpflegungstechnische Fragen sind noch offen, möglicherweise kann Energie durch den effizienten Einsatz des laufenden Motors gewonnen werden.

Eine Kinoleinwand pro Deck zur Unterhaltung bietet sich an.

Wo Probleme sind, da warten auch schon Lösungen.

Denn wer will wirklich bis ans Ende seines Lebens in einer Wohnung oder im eigenen Haus wohnen?